Daniela Ullrich
Gesundheit, Sport, Ernährung

Hast Du Deine Ziele fest im Blick?

Model: Ich — Fotograf: Cyberman

Bevor man ein Ziel fest im Blick haben kann, gibt es eine elementare Grundvoraussetzung. Man muss sein Ziel kennen.

Jetzt frage ich mal ganz provokant: 🎯„Kennst Du Dein Ziel oder Deine Ziele?🎯

Viele Menschen wissen ganz genau was sie nicht wollen, aber nicht was sie wollen. Wenn Du aber gar nicht weißt, was Du willst und jeder in Deinem Umfeld erzählt Dir, Du musst doch wissen, was Du willst, dann kann das schon zu einer gewissen Verzweiflung führen.

Verzweiflung aber blockiert genauso wie auch Angst unser Denken.


Trüber Nebel versperrt die Sicht

Oft wabert ein mehr oder wenig dichter Nebel über den „Ich will…“, der uns die Sicht versperrt. Was ist dieser Nebel?

Zum eine die immens große Informationsflut, die jeden Tag auf uns einströmt. Wir werden überflutet von Meinungen, Ansichten, Informationen und jeder erzählt uns was gut und richtig ist. Woher will man da noch wissen, was man selbst denkt, oder was man irgendwann einfach einmal übernommen hat.

Woher weiß ich, ob das was meine Nachbarin Susi als höchst erstrebenswert findet auch für mich DAS ZIEL ist.  Der Partner, die Familie, die Freunde, die Arbeitskollegen alles und jeder beeinflusst uns, manchmal offensichtlich, manchmal aber auch sehr subtil und kaum für uns erkennbar.

Es ist laut in der heutigen Welt. Es ist laut um uns und leider viel zu oft auch in uns. Und leider ist es oft so laut, dass wir unsere eigene leise innere Stimme nicht mehr hören können. Je länger wir diese Stimme jedoch nicht mehr hören oder auf sie hören, umso leiser wird sie, bis sie im schlimmsten Fall für uns vollkommen verstummt. Sie ist aber immer noch da, nur wir können sie dann nicht mehr hören.

Gleichzeitig gibt es diesen typischen American way of life mit you can get what ever you want….oder alles ist möglich? Und bevor wir uns die Frage stellen können, ob wirklich alles möglich ist stehen wir vor einer Anzahl von Optionen, die uns lähmt. Eine Menge an Möglichkeiten, die uns daran hindert eine klare Entscheidung zu fällen. Denn in jenem Augenblick, in dem man eine Option ergreift, könnte ja eine andere, eventuell besser Wahl für immer entfallen. Die Tür könnte sich für immer schließen. Und aus Angst das falsche zu tun, erstarrt man und macht gar nichts mehr.

Die Konsequenz man hat vielleicht von vielen Dingen viel Anteile, aber nichts so wirklich richtig. Manche Menschen können damit gut leben, andere fühlen sich damit jedoch unerfüllt.

Das erste Ziel lautet also, sich für eine Option zu entscheiden.

Wenn man diesen Schritt einmal gegangen ist, dann fällt es auch leichter sich darauf einzulassen und das Ziel zu verfolgen.


Aber wie finde oder definiere ich mein Ziel?

Zweifel können bei Entscheidungen immer wieder auftreten und das ist auch normal. Der Kopf zweifelt gerne und meldet Benken an. „Vielleicht wäre die andere Variante doch die bessere gewesen?“

Wann hast Du das letzte Mal auf Deinen Bauch gehört? Auf Deine Intuition? Deine innere Stimme?

Dazu eine kleine medizinische Information. Man spricht ja schon lange von dem Bauchgefühl, was man nun aber durchaus auch begründen kann. Denn in unserem Bauch befinden sich ebenfalls eine Schaltzentrale des Nervensystems. Im sogenannten Bauchgehirn haben wir etwa 100 bis 200 Mio. Nervenzellen. Das sind mehr Nervenzellen als im Rückenmark! Und dieses Bauchhirn entspricht in seinem Aufbau nach Zelltypen, Wirkstoffen und Rezeptoren unserem Gehirn. Zurückgehend auf den Nervenart Leopold Auerbach, nannte man diesen Bereich den Auerbach Plexus. Dieser Anteil ist aber nicht nur die Schaltzentrale unseres Verdauungsapparates (Peristaltik, Flüssigkeitshaushalt, Giftbereinigung usw.), sondern es verlaufen sogar mehr Nervenstränge vom Bauchhirn zum Gehirn als umgekehrt.

Unterhalb des Magens regiert das Bauchhirn und es nimmt Emotionen wahr und reagiert darauf. Es scheint eine Art Emotions-Gedächtnis-Bank im Kopfhirn 🧠 zu geben. Dort werden alle erfahrenen und gesammelten Reaktionen des Bauches gespeichert. Jedes Gefühl wird eingesammelt und konserviert und bei jeder neune Entscheidungsfindung, wird auf die bereits gemachten und gespeicherten Erfahrungen zurückgegriffen. Und genau das ruft dann dieses Gefühl hervor. Keine Entscheidung wird rein mit dem Intellekt gefällt, auch wenn wir das gerne glauben möchten, sondern immer aus den riesigen Speicher unserer Emotionen und Körperreaktionen. Und wir brauchen diese „good vibes“, das gute Gefühl, das Richtige zu tun. Das treibt uns an, das motiviert uns.

Oft sind wir uns dieser Verknüpfung nicht bewusst, sondern es tritt eher bei schlechten Ereignissen oder bei Stress in unser Bewusstsein.

Und Entscheidungen fällen zu müssen, kann in Stress ausarten. Was kann man nun tun?


Zuerst einmal hilft es sich der Situation bewusst zu werden.

Ein einfaches Beispiel: Du möchtest abnehmen, aber dafür müsstest Du auf Süßigkeiten verzichten und Dich auch noch mehr bewegen. Ein Teil will das tun, dem anderen Anteil ist es aber viel zu anstrengend. Also pendelt man zwischen beiden „Wollen“ hin und her. Der innere Schweinehund kommt hier ins Spiel und die Zerrissenheit, die aus diesen beiden Anteilen erfolgt. Und im schlimmsten Fall noch die Enttäuschung, wenn man den eigenen Anforderungen nicht gerecht wird.


Was also nun tun?

Es hilft manchmal schon, sich zu überlegen, ob man beiden Anteilen irgendwie gerecht werden kann. In machen Ernährungsempfehlungen gibt es dann z.B. den sogenannten Cheat day, an dem man dann auch mal zu Süßigkeiten greifen darf. Da man aber ansonsten diszipliniert ist nimmt man trotzdem ab.

Zusätzlich stelle Dir die Fragen, ist es das was Du willst, oder geht es darum Erwartungen von anderen zu erfüllen?

Aktiviere Dein inneres Gefühl! Erlaube Deinen Gefühlen sich den Weg nach oben zu bahnen und lass es zu. Gib Dir Ruhe und ausreichend Zeit dafür! Geduld ist besonderes bei großen Lebensumbrüchen wichtig. Wenn das Alte sich nicht mehr richtig anfühlt und das neue noch nicht richtig passt.

Und noch einmal Geduld, denn nur selten leuchtet die Erkenntnis, was man will schlagartig vor einem auf mit roten Pfeilern, Blinklichtern und lauten Applaus. Oftmals ist es ein Prozess, an und in dem man wächst und sich weiter entwickelt.

Und wenn da immer noch steht: Ich weiß aber nicht was ich will, was dann?

Dann versuche die Frage umzuformulieren:

  • was erzeugt ein gutes Gefühl?
  • Was treibt mich voran?
  • Wofür kann ich mich begeistern?

 

Wenn Du Hilfe bei der Suche nach Deinen Zielen benötigst, dann unterstütze ich Dich natürlich gerne. Hierfür gibt es verschiedene Lösungsansätze. Man kann es auch als eine Art Werkzeugkoffer betrachten.
Übrigens kann neben einem üblichen Coaching auch ein Hypnose-Coaching dabei helfen Deine Ziele zu finden und zu definieren

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Im nächsten Post zu diesem Thema geht es um  SMART und ob man wirklich alles erreichen kann, was man will erreichen?